Sozialversicherungen - Das Fundament unseres Sozialstaates

 

Die Sozialversicherung in Deutschland ist der wesentliche Bestandteil unseres Sozialstaates. Damit es jedem Menschen unabhängig verschiedener Faktoren, wie beispielsweise Geschlecht, Alter und Religion, möglich ist, sich für finanzielle und soziale Notlagen abzusichern, ist die Sozialversicherung eine Pflichtversicherung für alle Arbeitnehmer. Je nach Höhe des Bruttogehaltes oder –lohns ist die Höhe der zu entrichtenden Beiträge anhand von Beitragsbemessungsgrenzen festgelegt. Träger der Sozialversicherung sind öffentlich-rechtliche Körperschaften.

Aus welchen Versicherungsarten setzt sich die Sozialversicherung zusammen?


-gesetzliche Rentenversicherung-


Der Anspruch auf Rente nach dem Arbeitsleben ist nicht selbstverständlich. Um ihn zu erlangen, muss auch in die Rentenkasse entsprechend eingezahlt worden sein. Der Versicherungsträger, die Deutsche Rentenversicherung, verschickt regelmäßig Informationen über den Versicherungsverlauf und den momentanen Anspruch eines jeden. Neben der normalen Altersrente tritt die Rentenversicherung auch bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit ein, finanziert Maßnahmen zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nach Erkrankungen und zahlt Witwen- und Waisenrente an Betroffene aus.

-gesetzliche Krankenversicherung-


Träger der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Krankenkasse. Der Versicherte selbst hat freie Krankenkassenwahl in Deutschland. Nach dem sogenannten Sachleistungsprinzip kommen die Krankenkassen für die Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung, -wiederherstellung und –verbesserung auf.

-gesetzliche Arbeitslosenversicherung-

Träger der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung ist die Bundesagentur für Arbeit. In erster Linie dient diese Versicherung dazu, die Versicherten durch Entgeltersatzleistungen im Fall von Arbeitslosigkeit abzusichern. Allerdings unterliegt dieser Anspruch verschiedenen Voraussetzungen. Beispielsweise muss der Versicherte während der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, um Anspruch auf Leistung zu erhalten. Weiter ist die Bundesagentur für Arbeit dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Wiederaufnahme einer Arbeit für die Betroffenen zu ergreifen. Dazu gehören u.a. die Beratungstätigkeit und finanzielle Hilfen wie Bewerbungskosten- und Reisekostenzuschüsse.

-gesetzliche Unfallversicherung-

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Arbeitnehmern einen Versicherungsschutz bei Berufskrankheiten, Arbeits- und Wegeunfällen. Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften. Bei Eintritt eines Versicherungsfalles haben die Betroffenen Anspruch auf verschiedene Sach- und Dienstleistungen, wie beispielsweise häusliche Krankenpflege oder Haushaltshilfen oder Geldleistungen (darunter Verletztengeld, Pflegegeld oder Sterbegeld).

-gesetzliche Pflegeversicherung-

Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen. Sinn der gesetzlichen Pflegeversicherung ist es, dass die versicherten Personen im Pflegebedarfsfall durch unterschiedliche Leistungen abgesichert werden. Zu diesen Leistungen gehören u.a. finanzielle Beteiligungen an Pflegehilfsmitteln oder dem Aufenthalt in einem Pflegeheim bzw. Kosten für häusliche Pflege. Der Leistungsanspruch ist nach Pflegestufen aufgegliedert, je nach Pflegebedürftigkeit der Betroffenen.

Die einzelnen gesetzlichen Versicherungen der Sozialversicherung werden auch als die fünf Säulen des sozialen Netzes bezeichnet. Die Beiträge, die teilweise von den Arbeitnehmern und zum anderen Teil von den Arbeitgebern getragen werden müssen, bilden den Unterschied zwischen brutto und netto.

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 Private Krankenversicherung

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