Kreditarten
Es lassen sich zwei Formen von Krediten unterscheiden, Geldleihe und Kreditleihe.
Unter Geldleihe versteht man Kredite, bei denen die Liquidität des Kreditnehmers unmittelbar erhöht wird, indem er zum Zweck von Zahlungen über einen Kreditrahmen verfügen kann beziehungsweise eine sofortige Auszahlung erhält.
Unter Kreditleihe versteht man einen Kredit, bei dem unmittelbar kein Geld ausgezahlt wird. Dabei wird die Kreditwürdigkeit des Kreditgebers (z.B. Bank) auf den Kreditnehmer übertragen. Das geschieht, indem der Kreditgeber ein Versprechen abgibt, unter bestimmten definierten Umständen Zahlung zu leisten.
1. Arten der Geldleihe
1.1. kurzfristige Bankkredite
1.1.1. Kontokorrentkredit
Der Kontokorrentkredit ist der bedeutendste kurzfristige Bankkredite. Unternehmen benutzen diese, um Ein- und Auszahlungen des laufenden Geschäfts abzuwickeln. Sie lassen sich auch gerne Kontokorrentkreditlinie einräumen für den Fall, dass die erforderlichen Auszahlungen zeitweise nicht durch den Kontostand gedeckt sind. Eine solche Inanspruchnahme entsteht automatisch im täglichen Zahlungsverkehr, was diese Kreditart sehr angenehm macht. Nachteilig ist der relativ hohe Zins den der Kreditnehmer zu zahlen hat.
1.1.2. Lombardkredit
Der Lombardkredit spielt in der Finanzwelt nur eine begrenzte Rolle. Man versteht darunter einen Kredit gegen Verpfändung von Rechten oder Sachen. In der Praxis werden dabei oft vertretbare Wertpapiere verpfändet, da dies unkompliziert ist. Dies ist dann sinnvoll, wenn durch die Beleihung von Wertpapieren in einem Depot weitere Wertpapiere gekauft werden sollen. So kann der Anleger die Anzahl seiner Wertpapiere erhöhen ohne zusätzliches Kapital zu investieren. Bei der Verwendung von Wertpapieren wie Aktien ist das Risiko allerdings größer, da eventuelle Kursschwankungen berücksichtigt werden müssen. Bei einem stärkeren Kursrückgang verliert die Kreditsicherheit an Wert. Der Kreditgeber verlangt in diesem Fall oft einen Nachschuss von weiteren Sicherheiten. Können keine weiteren Sicherheiten aufgebracht werden, müssen die Wertpapiere veräußert werden.
1.2. Kredite der Geschäftspartner
1.2.1. Lieferantenkredit
Der Lieferantenkredit entsteht durch Lieferung mit hinausgeschobener Bezahlung also durch einen Kauf. Die bequeme Art der Entstehung ist ein wesentlicher Vorteil dieses Kredits. Die Lieferanten verwenden die spätere Zahlung als ein Absatzmittel. Allerdings entsteht der Kredit für den Lieferanten teilweise völlig ungewollt bzw. über eine sehr lange Laufzeit, wenn der Abnehmer säumig zahlt. Verhandlungsstarke Unternehmen finanzieren sich so zu Lasten ihrer Lieferanten, die so manchmal selbst in Liquiditätsprobleme geraten. Weitere Informationen zur Exportberatung aufrufen.
1.2.2. Anzahlung
Die Anzahlung könnte auch als Kundenkredit bezeichnet werden, was deutlich macht, dass Sie das Gegenstück zum Lieferantenkredit ist. Anzahlungen werden von Kunden geleistet, wenn diese Produkte bestellen, die erst später geliefert werden. Unter anderem soll der Kunde dadurch an den Auftrag gebunden werden, indem die Anzahlung nicht vollständig zurückgefordert werden kann. Anzahlungen können je nach Kreditangebot kurzfristige oder langfristige Finanzierung darstellen.(rückzahlung darlehen)
2. Arten der Kreditleihe
Der Avalkredit ist die bedeutsamste Kreditleihe. Es handelt sich dabei um Bürgschaften und Garantien. Die Hergabe eines Avals dient zur Sicherstellung der Rückzahlung eines anderen Kredits. Ein Unternehmer zum Beispiel, der eine Kreditaufnahme bei seiner Bank durch die Bürgschaft seiner Ehefrau besichert, nimmt zuerst bei seiner Frau einen Kredit in Form einer Kreditleihe auf. Dieses Zahlungsversprechen benutzt er dann, um die Geldleihe bei seiner Bank abzusichern. Aber auch hier lohn sich immer ein Kreditvergleich und passend dazu ein Kreditkarten Vergleich. Auf weitere Formen der Kreditleihe wird an dieser Stelle verzichtet.