Auswirkungen der Finanz-Krise für Renten

 


Laut dem Deutschen Rentenversicherungsbund, sind die derzeitigen Renten von der internationalen Finanzkrise, in der wir uns Dank einer in den USA vorangegangenen Immobilienkrise befinden, nicht direkt betroffen.
Unsere Renten in Deutschland werden in einem sogenannten Umlageverfahren oder auch Generationenvertrag finanziert, wobei jeder Beitrag von der heute arbeitenden Bevölkerung stammt und sofort wieder für laufende Renten weiterverwendet wird. Insofern bleiben alle Rentenbeiträge vom Kapitalmarkt verschont. Sie gehen daran vorbei. Um wirtschaftliche Schwankungen ausgleichen zu können, wird das Geld für die Renten bei Kreditinstituten angelegt, die ihre Einlagen speziell absichern, z. B. durch einen bundesweiten Haftungsfond, und nicht spekulativ sind, dass heißt es wird kein Geld in Aktien angelegt.

Wir werden allerdings nicht ganz von den Auswirkungen auf die Renten direkt verschont werden können. Zurzeit übernimmt die Agentur für Arbeit noch 80% der Rentenbeiträge der arbeitslosen Mitbürger. Ab 2010 könnte es, durch die dann schon langfristige Wirtschaftskrise mit noch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten und gleichzeitiger Reduzierung der Löhne, durchaus zu größeren Problemen bei der Finanzierung zukünftiger Renten kommen. Eine negative Auswirkung auf die Höhe der Renten wird dann nicht mehr zu vermeiden sein.


Auswirkungen der Finanz-Krise für private Renten


Bei den privaten Rentenversicherungen werden, wie gesetzlich garantiert, die bis dahin eingezahlten Beiträge, sowie eine Mindestrendite von zurzeit 2,25% ausbezahlt.
Das gilt auch dann, wenn ein Versicherungsunternehmen Insolvenz anmelden muss. Hier übernimmt dann der Sicherungsfonds (Protektor Lebensversicherungs-AG) die entsprechenden Auszahlungen, soweit die vom Gesetz her garantiert wurden. Für Riester-Renten und für Beiträge von Betriebsrenten, die in eine Pensionskasse oder eine Versicherung eingebracht werden, gilt das gleiche.
Bei den Zusatzleistungen, wie den Überschussbeteiligungen, werden die Verbraucher allerdings Kürzungen in Kauf nehmen müssen. Insbesondere dann, wenn ein Versicherungsunternehmen zu viel und zu hoch spekuliert hat.
Bei fondgebundenen Versicherungen liegt das gesamte Risiko der Altersabsicherung beim Verbraucher. Sinken die Aktienwerte aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Prognosen, ist man direkt davon betroffen und trägt das gesamte Risiko. Bei Investmentfonds ist es ähnlich, allerdings kann man in Zeiten niedriger Kurse sehr gut Aktien hinzukaufen und so langfristig gesehen, seinen Profit daraus ziehen.