Auswirkungen der Finanzkrise auf die private Krankenversicherung

 

Private Krankenversicherungen vor und nach der Finanzkrise
Das Anlagekonzept von Versicherungen ist nicht spekulativ und starke Auswirkungen der Finanzkrise,
auf die privaten Krankenversicherungen, sind nicht zu erwarten. Einige Versicherer können sogar einen Anstieg des Kapitalertrages verzeichnen. Was für die privaten Krankenversicherungen vor der Finanzkrise galt, gilt auch während und nach der Finanzkrise. Nicht jeder hat Zugang zu einer privaten Krankenversicherung.
Nur Personen die nicht an die gesetzliche Versicherung gebunden sind, können eine private Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Darunter fallen Selbstständige, Freiberufler und Beamte.

Beiträge

Es sind keine starken Auswirkungen, der Finanzkrise auf die Beitragszahlungen der Kunden privater Krankenversicherungen, zu erwarten. Obwohl auch Versicherungen am Finanzmarkt investieren, sind keine negativen Bilanzen entstanden. Die Rückversicherer versuchen sich allerdings gegen die Risiken auf dem Finanzmarkt abzusichern. Die Rückversicherung nimmt zwar nur einen kleinen Anteil, in der Kostenstruktur der Krankenversicherungen ein, aber dies führt dennoch zu Beitragserhöhungen. Diese werden allerdings eher gering ausfallen. Der Kundenrückhalt und die Nachfrage sind ungebrochen und sichern das erfolgreiche Bestehen der Versicherungen in der Finanzkrise ab.

Konsequenzen

Die Wahl einer privaten Krankenversicherung sollte gut überlegt und langfristig angelegt sein.
Wer vorzeitig seine Krankenversicherung aufkündigt hat dabei kaum Vorteile. Die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung kann unter Umständen teuer werden. Auch das Wechseln der privaten Krankenversicherung kann mit Nachteilen verbunden sein. Je älter man wird desdo höher werden auch die, bei Vertragsabschluss angesetzten, Beitragszahlungen. Die Krankenversicherung profitiert bei einer Kündigung des Vertrages. Die Altersrückstellungen des Versicherungsnehmers, bleiben bei der privaten Kasse.
Ein Wechsel der privaten Kasse kann sich dennoch lohnen. Eine genaue Prüfung der verschiedenen Angebote und Leistungen ist zu empfehlen. Dabei sollte die langfristig günstigere Alternative gewählt werden.

Vergleich private und gesetzliche Krankenversicherung in der Finanzkrise
Die privaten Krankenversicherungen sind weniger von der Finanzkrise betroffen als die gesetzlichen. Die gesetzlichen Krankenkassen sind durch die niedrige Konjunktur unterfinanziert. Die Beiträge werden wahrscheinlich empfindlich angehoben. Die Beitragserhöhungen sollen ausschließlich von den Versicherten getragen werden. Ein Arbeitnehmeranteil steht nicht zur Diskussion. Der Verbraucherschutz ist bereits alarmiert und rät Sparprogramme, für die gesetzlichen Krankenversicherer, an. Die gesetzlichen Krankenkassen sind andererseits auf jeden Kunden angewiesen. Daher werden Widersprüche, gegen Ablehnung bestimmter Leistungen, wirksamer. Wer eine andere gesetzliche Krankenkasse anführen kann, die die entsprechenden Leistungen übernimmt, hat eine gute Chance auf eine Übernahme, durch den Versicherer.

Fazit: Wer bisher aus Solidarität oder anderen Gründen, die gesetzliche Krankenkasse in Anspruch nimmt und die Möglichkeit einer privaten Versicherung nicht in Betracht gezogen hat, ist gut beraten einen Vergleich anzustellen.