Factoring

Das Thema Factoring hat in den letzten Jahren zunehmend an Wichtigkeit gewonnen. So können Unternehmen in Frage kommende Forderungen an einen so genannten Factor verkaufen, und auf diese Weise Ihre Bilanz verkürzen und Liquidität schaffen. Vor allem in Zeiten einer sich nur mäßig entwickelnden Wirtschaft in welcher Arbeitsplätze abgeschafft werden, und auf diese Weise die Käufermoral in Mitleidenschaft gezogen wird, kann durch einen externen Abnehmer der Forderungen zusätzliche Sicherheit geschaffen werden. Der Factor übernimmt also sozusagen das Ausfallrisiko, und ermöglicht dem Unternehmer somit Planungssicherheit. Natürlich wird ein solcher Dienst nicht ohne Entgelt verrichtet.

In der Regel behält der Factor 20-30% der ausstehenden Summe als Übernahmegebühr ein. Hier lassen sich dann auch die Nachteile finden. Ist der Kundenstamm einer Unternehmung von hoher Qualität ausgezeichnet, kann sich das Thema Factoring negativ auswirken, da die möglichen Zahlungsausfälle unter den Kosten des Factoring liegen. Auch kann sich die Auslagerung von Forderungen an einen Factor negativ auf das Kundenverhältnis auswirken. Schlussendlich ist diese Methode also nur dann zu empfehlen, wenn sich die Käufermoral verschlechtert, Liquiditätsengpässe entstehen, sowie die Bearbeitung von ausstehenden Forderungen die Arbeitskapazität der Buchhaltung sprengen würden. Die zusätzliche Sicherheit wird also durch eine Verkürzung der Forderungen, sowie des Risikos einer Verschlechterung der Kundenbeziehungen erkauft. In solchen Fällen bietet sich eine Forderungsausfallversicherung an.