Festgeld
Was ist Festgeld?
Als Festgeld bezeichnet man eine besonders risikoarme Form der Geldanlage, bei der eine Bank einem Kunden relativ hohe Zinsen garantiert, wenn er eine Geldsumme – in der Regel nicht unter 5000€ – festschreiben lässt. Banker sprechen in diesem Zusammenhang oft von Termingeld, was sich davon ableitet, dass eine Festschreibung immer mit einem Termin verbunden ist, vor dem eine Auszahlung nicht ohne weiteres möglich ist. Das erklärt auch die verhältnismäßig guten Zinssätze. Die Bank lässt sich dieses garantiert zur Verfügung stehende Kapital mehr kosten als ein gewöhnliches Sparbuch, das von seinem Besitzer viel schneller aufgelöst werden kann als eine Festgeldanlage. Die festgeschriebenen Einlagen werden von den Banken gern verwendet um die von ihnen vergebenen Kredite zu finanzieren.
Kurz gesagt: Der Anleger leit der Bank Geld und vereinbart mit ihr einen Termin, an dem er sein Geld mit Zinsen zurückgezahlt bekommt.
Was sind die Vorteile von Festgeld?
Der entscheidende Vorteil von Termineinlagen ist ihre Berechenbarkeit. Wenn die Weltwirtschaft in eine Krise gerät und Geldanlagen, die unter Umständen rentabler sein können als Festgeld (z.B. Aktien), Verluste erwirtschaften, bleibt eine festgeschriebene Geldanlage so rentabel wie vertraglich vereinbart. Des Weiteren können sich Zockernaturen vor sich selbst schützen indem sie ihr Erspartes festschreiben lassen.
Kurz gesagt: Der Anleger tauscht seine Chance auf haushohe Gewinne gegen die Sicherheit vor abgrundtiefen Verlusten.
Was sind die Nachteile von Festgeld?
Die Nachteile sind vielfältig. Zum Beispiel können die oben genannten Vorteile ganz schnell zu Nachteilen werden, wenn man sich die folgende Marktentwicklung mal exemplarisch vorstellt: Die Wirtschaft entwickelt sich rasant und die Aktienkurse steigen ins Unermessliche. Dann bricht das gesamte Finanzsystem in sich zusammen und endet in einer Bankenkrise mit sprunghafter Inflation. Alle – auch die Festgeldanleger – verlieren effektiv ihr Erspartes, einzig die Anleger, die ihr Kapital in Gold oder andere wertstabile Naturalien investiert haben, bleiben verschont. Des Weiteren kann es passieren, dass die Zinsen für ein normales Sparbuch während der Laufzeit der Festschrift über die für das Festgeld vereinbarten Zinsen steigen. Das ist zwar unwahrscheinlich aber möglich und, sollte es eintreten, ist natürlich äußerst ärgerlich.
Kurz gesagt: Vor den elementaren Gefahren des Finanzmarktes kann den Anleger auch das Prinzip Festgeld nicht schützen, vor gigantischen Gewinnen aber schon.